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Carl-Friedrich von Weizsäcker Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung



Inhalt:

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2011/12

im Rahmen des interdisziplinären Lehrangebots Friedensbildung/Peacebuilding


(für Studierende der Universität Hamburg im Wahlbereich)
Anmeldung: STINE Anmeldephase (01.09. – 30.09. 2011)

Bachelor- und Masterstudierende: Einloggen bei Stine > „Studium“ > „Anmeldung zu Veranstaltungen“ > „Wahlbereich“ > „Freier Wahlbereich - Kurse/Lehrveranstaltungen“ > „Fachübergreifende Studien“ > „Friedensbildung/Peacebuilding“ > Kurs auswählen und anmelden

Diplom- / Magisterstudierende: Sie finden unsere Veranstaltungen unter ‚Weitere Veranstaltungen‘ in Ihrem STiNEAccount zur Anmeldung.

Restplätze werden am ersten Seminartermin vergeben.


Friedensbildung – Grundlagen und Fallbeispiele

Ringvorlesung: 87-01.001 [150] [LP: 3]
2st., Do 16:15-17:45, VMP 6, Hörsaal C, Beginn 20.10.
Dr. Ulrike Borchardt, Prof. Dr. Hartwig Spitzer

Friedensbildung stärkt die Wahrnehmung und vermittelt Fähigkeiten zum konstruktiven Umgang mit Konflikten. Konflikte entstehen immer wieder neu. In dieser Vorlesung werden eine Reihe von Konfliktfeldern vorgestellt und es werden Ansätze zu ihrem Verständnis und zu ihrer konstruktiven Bearbeitung vermittelt. Das Thema wird hier in einem doppelten Sinn verstanden: Zum einen wird Bildung als Arbeit an der Kultivierung der Gesellschaft und der eigenen Biografie verstanden (Martin Kahl), zum anderen bedeutet Friedensbildung auch die theoriegeleitete Praxis der friedlichen Klärung und nachhaltigen Lösung von politischen und sozialen Konflikten.

Die einzelnen Präsentationen der Vortragenden:

Folien zur Einführung am 20.10.2011.

Seminarablauf und Klausuranforderungen

Am 27.10.2011
Prof. Dr. Angelika Dörfler-Dierken
Prof. Dr. Hartwig Spitzer
Frieden von unten. Die Friedensbewegung der 1980er Jahre. Vorläufer und Nachfolger.


Am 03.11.2011
Prof. Dr. Cord Jakobeit
Grundlagen der europäischen Friedensordnung seit 1945 - Europarat, NATO, EU, OSZE.

Am 10.11.2011
Bürgerkrieg und Friedensprozess in Nordirland.

Dr. Corinna Hauswedell
Der nordirische Friedensprozess (Dossier)
Literaturangaben zum Nordirlandkonflikt

Dr. Nils Zurawski, Universität Hamburg
Links und  Literaturtipps

Am 17.11.2011
Dieter Lünse
Gewaltprävention in Hamburger Schulen.
Leseempfehlungen

Am 24.11.2011
Barbara Franke und Dr. Birgit Wulff (UKE)
Umgang mit häuslicher Gewalt im arabischen Raum.

Am 01.12.2011
Dr. Sabine Kurtenbach
Jugendliche in gewaltsamen Lebenswelten des globalen Südens.

Am 08.12.2011
Prof. Alexander Redlich
Politisch-psychologische Konfliktmoderation - Beispiele aus Moldova und Palästina/ Israel.
Folien: Politisch-psychologische Moderation
Kelman: Conflict Moderation
Redlich: Konfliktmoderation

Am 15.12.2011
Prof. Fernando Enns
Restaurative Gerechtigkeit als Weg zur Friedensbildung und Versöhnung – unterschiedliche Rechtssysteme und Gerechtigkeitsstrukturen (Teil 1).
Präsentation
Text- und Literaturhinweise

Am 22.12.2011
Prof. Dr. Otmar Hagemann (Fachhochschule Kiel)
Restaurative Gerechtigkeit und Gemeinschaftskonferenzen
Präsentation

Am 12.01.2012
Dr. Ulrike Borchardt
Politische Umbrüche in arabischen Ländern 2011.
Zwei Texte zum Thema: Der Arabische Frühling | Proteste, Aufstände und Regimewandel in der arabischen Welt

Am 19.01.2012
Zur Menschenrechtsproblematik an den EU-Außengrenzen.
Dr. Ulrike Borchardt
Folien

Am 26.01.2012
Friedenssicherung als Menschenrecht – UN-Peacekeeping im Wandel (Afghanistan, Libyen).

Am 02.02.2012
Abschlussklausur.




Grundbegriffe und Leitideen der Friedens- und Konfliktforschung

Theorieseminar: 87-01.002 [30] [LP: 3]
2st., Mo 16.15-17.45 Uhr, VMP 5, Raum 3034, Beginn 17.10.
Prof. Dr. Angelika Dörfler-Dierken, Wolfgang Schreiber, Prof. Dr. Hartwig Spitzer, Tutorin: Felicitas Schmidt

ACHTUNG: an diesem Seminar können nur Studierende des einjährigen Curriculum ‚Friedensbildung/ Peacebuilding‘ teilnehmen. Anmeldung bis 31.7.

Frieden, Krieg, Gewalt und Konflikt sind die zentralen Begriffe der Friedens- und Konfliktforschung. Ein jeder dieser Begriffe kann verschieden definiert werden - und die jeweils gewählte Definition strukturiert den Blick auf die Phänomene. Deshalb führt das Seminar in die Definitionen nicht nur ein, sondern diskutiert Begriffe wie "Gerechter Krieg", "Gerechter Frieden", Strukturelle Gewalt", Konflikttransformation" und "Versöhnungsprozesse" jeweils auch kritisch. Vertieft wird die Perspektive durch Bild- und Tondokumente zu prägenden Persönlichkeiten der Forschung und die Analyse bezeichnender Schlüsseltexte von Psychologen, Theologen, Philosophen und Politikwissenschaftlern.



Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Kriegs- und Krisengebieten

Blockseminar: 87-01.003 [30] [LP: 3]
Vorbereitungstermin: Fr 09.12.2011 14:00-19:00, VMP5, Raum 3016
Kompakt: Fr 20.01.2012 14:00-19:00, Sa 21.01.2012 10:00-16:00, So 22.01.2012 10:00-15:00, VMP5, Raum 3016
Dr. Fionna Klasen/Research Center der Stiftung Children for Tomorrow am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Millionen von Kindern und Jugendlichen sind weltweit in Kriegs- und Krisengebieten traumatischen Erlebnissen ausgesetzt. Zunehmend wird die Bedeutung von psychologischer Expertise für Peacebuilding-Prozesse erkannt. In dem Seminar werden psychologische Konstrukte (Trauma, (komplexe) Posttraumatische Belastungsstörung, Resilienz) und Interventionstechniken (Psychological First Aid, Traumatherapie) dargestellt und diskutiert, die in der Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen in Konfliktregionen von zentraler Bedeutung sind. Die Inhalte werden durch Filme, Übungen und Praxisberichte aus der Arbeit mit Flüchtlingskindern in Hamburg und Kindersoldaten in Uganda vertieft.


Jugend und Gewalt

Blockseminar: 87-01.004 [30] [LP: 3]
2st., Fr 16.15-17.45 Uhr, Raum siehe STiNE, Beginn: 21.10.11
Dr. Sabine Kurtenbach / German Institute of Global and Area Studies, GIGA, Hamburg

Jugendliche werden derzeit vermehrt als Akteure der Gewalt wahrgenommen. Die dazugehörigen Debatten zu den Ursachen, Funktionen und Auswegen aus der Gewalt finden je nach Kontext weitgehend voneinander getrennt statt. Das Seminar will in diese Debatten einführen und vergleichend Überschneidungen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in unterschiedlichen Weltregionen erarbeiten.


Terror, Sicherheit, Überwachung: Technische, soziale und politische Zusammenhänge sowie Forschungsansätze

Blockseminar: 87-01.005 [30] [LP: 3]
2st., Vorbereitungstermin: Fr 14.10.11, 14:00 Uhr, ESA West, 220
Kompakt: Sa 29.10.11, So 30.10.11 & Sa 19.11.11, So 20.11.11, ESA West, 220
Dr.Nils Zurawski / Institut für kriminologische Sozialforschung

Terrorismus ist nicht erst seit Al-Kaida ein Frieden bedrohendes Phänomen. Doch bedroht es den Frieden nicht nur durch ausgeübte Gewalt, sondern auch durch seine weiter reichenden Konsequenzen. Terrorismus bringt u.a. die Strategien seiner Bekämpfung hervor, die sich immer auch auf den Diskurs der Sicherheit berufen, welche als Argument für die Überwachung und Kontrolle vieler Bereiche gesellschaftlichen Lebens dienen. Das Seminar will die vielfältigen Zusammenhänge zwischen den Aspekten an aktuellen und historischen Beispielen erörtern sowie zukünftige Forschungsperspektiven zeigen.


An den folgenden Veranstaltungen ist die Teilnahme im Rahmen vorhandener Kapazitäten möglich: Bitte erkundigen Sie sich am ersten Seminartermin nach Restplätzen.

„Die dunklen Seiten Gottes“

Seminar: 51-xx.xxx
2st., Mo 16-18, Sedanstrasse 19
Prof. Dr. Fernando Enns (Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen)

„Wie kann Gott das zulassen?“ ist eine stets wiederkehrende Frage vieler Glaubender unterschiedlicher Religionen angesichts von Gewalt und Naturkatastrophen. „Das Alte Testament und in seinem Gefolge die jüdisch-christliche Tradition haben sich nicht gescheut, Eifersucht, Zorn, Gewalt und Rache mit ihrem Gott in Verbindung zu bringen… Gott selbst wird in die Katastrophen der eigenen Geschichte verwickelt gesehen“ (Dietrich/Link). Ist Gott willkürlich oder gar gewalttätig? Ein rächender Richter? Wie passt das zusammen mit Vorstellungen von Gott, der in seinem innersten Wesen Liebe ist? Und vor allem: welche handlungsleitende Ethik hinsichtlich Gewalt und Gewaltfreiheit erwächst aus den jeweiligen Gottesbildern?


„Friedensbewegungen in Ost und West in den 80er Jahren“

Seminar: 51-xx.xxx
2 st., Mo 12-14, Ort siehe: Vorlesungsverzeichnis Ev. Theologie oder STiNE
Prof. Dr. Angelika Dörfler-Dierken

Die 80er Jahre sind die Jahre großer Umbrüche in Ost und West. Die Friedensbewegung erlebte ihren bisherigen Höhepunkt in den beiden deutschen Staaten, aber auch weit darüber hinaus - im politischen Bereich ebenso wie in der Ökumene. Die Veranstaltung wird anhand zeitgenössischer Quellen einen Einblick in die damaligen Diskussionen und Ereignisse erarbeiten und zur Diskussion der Frage anregen, welche theologischen und ethischen Argumentationen der damaligen Protagonisten über die zeitgenössische Dimension hinaus von Bedeutung sind.


„Verhandlungen der Vereinten Nationen zu Wissenschafts- und Technikfragen mit Rollenspielen“

Blockseminar: 66-xxx [30]
Vorbesprechung: Di, 20.10.2011 von 12:15-13:45 Uhr
Beim Schlump 83, Raum 02/023
Dr. Iris Hunger, Simon Hebel


„Fundamentalismus – Phänomene, Anliegen, Funktionen“

Vorlesung: XX-xx.xxx
2 st., Mo 18.15 – 19.45 Uhr
ESA 1, Hörsaal J
mit Prof. Dr. Hans G. Kippenberg, Dr. Sabine Schiffer, Prof. Dr. Rainer Tetzlaff , PD Dr. Ursula Mihciyazgan, Prof. Dr. Katajun Amirpur, Dr. Yasar Aydin u.a.

In den letzten Jahrzehnten treten fundamentalistische Positionen und Argumentationsweisen verstärkt auf. Die iranische Revolution oder muslimisch-hinduistische Konflikte in Indien, christlich beeinflusste Rechte in den USA oder die Anschläge vom 11. September 2001 wurden mit religiösen Motiven begründet. Ursprünglich als Bezeichnung einer strengen religiösen Bewegung innerhalb des amerikanischen Protestantismus entstanden, wird der Begriff Fundamentalismus mittlerweile für radikale religiöse Positionen unterschiedlicher Religionen verwendet ebenso wie zur Benennung rigider Positionen beispielsweise in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Die Vorlesungsreihe ist interdisziplinär und interreligiös ausgestaltet. Sie wird grundsätzliche Fragen zum Thema Fundamentalismus aufnehmen aber auch mit konkreten und aktuellen Beispielen zu einer kritischen Diskussion des Themas Fundamentalismus anregen. Die Ringvorlesung wird von der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg verantwortet.

„Carl-Friedrich von Weizsäcker-Friedensvorlesung: Science Diplomacy - Internationale wissenschaftliche Kooperation für Frieden und nachhaltige Entwicklung“

Vorlesung: 66-xxx
2st., Do 14:00-16:00 Uhr, VMP 6, Hörsaal E bzw. ESA W , Saal 221
Beginn: 20.10.2011, ESA W, Saal 21
Prof. Dr. Martin B. Kalinowski

Unter Science Diplomacy wird die Rolle von Wissenschaft verstanden, zur Friedensbildung und zur Völkerverständigung beizutragen. Dies kann etwa durch den Transfer von Wissen und die Gewinnung von neuen Erkenntnissen geschehen, etwa zur Konfliktbewältigung und zum Wiederaufbau in Nachkriegsgesellschaften oder fragilen Staaten. Dies kann aber auch schon durch persönliche Begegnungen und nicht zuletzt durch das Aufrechterhalten von Kommunikationswegen erreicht werden, wenn auf dem diplomatischen Feld eisige Spannungen herrschen. Science Diplomacy ist besonders gefragt für globale Herausforderungen der Menschheit, die einzelne Länder alleine nicht lösen können, wie Klimawandel, Armut, Welternährung, nukleare Proliferation oder Infektionsausbreitung.
Um diese Ziele durch verstärkte Wissenschaftsdiplomatie zu fördern, sind jüngst zahlreiche Initiativen gestartet worden, u.a. von der Royal Society in England, von der National Academy of Science, der American Association for the Advancement of Science (AAAS) und auch vom Office of Science and Technology Policy des Weißen Hauses in den USA. Präsident Barack Obama hatte auf seiner Rede in Kairo am 4. Juni 2009 unter dem Stichwort "The new beginning" verkündet, dass die USA ein neues Programm zur partnerschaftlichen Entwicklung von Wissenschaft und Technologien in Ländern mit muslimischer Mehrheit auferlegt werden.
In dieser Ringvorlesung werden Aktivitäten in Hamburg vorgestellt, die in dem hier genannten Sinne als Science Diplomacy aufgefasst werden können. Das Ziel dieser Veranstaltung ist einerseits beispielhaft zu zeigen, welchen Beitrag zu Frieden und Völkerverständigung die Wissenschaft in Hamburg bereits leistet. Andererseits soll angeregt werden, die passenden Forschungsaktivitäten in Hinblick auf das Leitbild von Science Diplomacy auszuweiten und darzustellen. Das Carl Friedrich von Weizsäcker- Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF) der Universität Hamburg möchte mit dieser Ringvorlesung den Impuls geben, ein gemeinsames Selbstverständnis zu entwickeln, demzufolge die Internationalisierung der Universität Hamburg mit den Zielen von Science Diplomacy eine zusätzliche Motivation erhält.


„Naturwissenschaft und Friedensforschung: Science Diplomacy - Internationale wissenschaftliche Kooperation für Frieden und nachhaltige Entwicklung“

Seminar: 66-xxx [25]
2st. Di 14:15-15:45 Uhr, Beim Schlump 83, Raum 02/023
Beginn: 18.10.2011
Prof. Dr.Martin B. Kalinowski, Markus Kohler
Begleitseminar zur gleichnamigen Vorlesung


„Climate Security, Natural Resources and Conflict Geography“

Vorlesung: 66-xxx
3st. Mi 16:15-18:30 Uhr, Grindelberg 5 (KlimaCampus), Raum 008
Beginn: 19.10.2011
Prof. Dr. Michael Brzoska, Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Prof. Dr. Jürgen Scheffran

Based on a framework of human-environment interactions, the class will focus on the security and conflict dimensions of natural resources and environmental change, in particular climate change. Based on an analysis of the geographic distribution of natural resources and environmental change, the conditions and factors of resource conflicts will be critically assessed and discussed, referring to the literature on environmental conflicts and the tragedy of the commons. Particular attention will be given to the recent debate on climate change and security where a conceptual framework will be presented on the complex climate-society interaction, with linkages between climate stress, natural resources, human needs, societal stability and violent conflict. To validate models and hypotheses on these relationships it is important to develop indicators and data on instability and conflict events. Based on the assessment of climate security risks by the German Advisory Council on Global Change, major conflict constellations will be analyzed, including water scarcity, food insecurity, flood disasters and environmentally-induced migration. A key issue will be the comparative analysis of different regional case studies for hot spots of climate change and environmental conflicts. After assessing the nexus of interrelated problems, a view will be given to the emerging policy debates on resource conflicts and the securitization of climate change and institutional processes to address these issues in security and climate policy, including international negotiations. Finally, integrated approaches to human-environment interactions and environmental policies will be introduced and discussed, including climate change mitigation and adaptation, concepts of environmental and human security, sustainable peace, international cooperation and conflict management, global governance and stakeholder participation.


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