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Carl-Friedrich von Weizsäcker Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung



Inhalt:

Pressespiegel


 

DAS ZNF IN den Medien

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Hamburger Abendblatt vom 12.08.2012:
Friedens- und Klimaforscher treffen sich in Hamburg



Neues Deutschland vom 12.08.2012:
Empfindliche Erdtemperatur. Wissenschaftler warnen vor den Folgen von Aerosol-Emissionen ........................................................................................................................................

Ärzte Zeitung.de vom 12.08.2012: Experte:
Schwebeteilchen in der Luft könnten Herzinfarkte fördern
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CO2-Handel.de vom 11.08.2011: Experte:
Gefahr von Schwebeteilchen wird nicht ernst genommen ..........................................................................................................................................

Klimaktiv.de vom 11.08.2011: Experte:
Gefahr von Schwebeteilchen wird nicht ernst genommen
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Podcast Deutschlandradio Kultur:
Prof. Martin Kalinowski zum Thema: Aerosole und Weltklima
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Statements of the World Future Council about the situation in Japan ein Beitrag von Martin Kalinowski

“The precautionary principle demands that even for risk levels that are in general found to be acceptable a red line should be drawn for extreme consequences. Technologies like nuclear energy that could result in inacceptable catastrophic consequences should be forgone, even if the probability for the occurrence of situations such as the one we are facing is considered to be negligibly small” says Professor Martin Kalinowski, member of the WFC working group peace and disarmament.


Hamburger Abendblatt, 19. Februar 2011
Atomkraft ist klimaschonend, aber ...

... mit unwägbaren Risiken verbunden. Hamburger Wissenschaftler vergleichen verschiedene Methoden der Energiegewinnung auf ihre CO2-Emissionen

ein Gastbeitrag von Martin Kalinowski

Ist die Atomwirtschaft ein unverzichtbarer Klimaschützer? Müssen konsequente Umweltaktivisten jetzt also die CO2-arme Kernspaltung befürworten? In der Debatte um Atomkraft kochen die Emotionen derzeit hoch, und Fakten werden dabei oftmals verwischt. Am KlimaCampus gehen meine Kollegen und ich deshalb der Frage nach, welchen Beitrag zur Reduktion von Kohlendioxid die Kernenergie tatsächlich leistet.
Verschiedene Methoden der Energiegewinnung erzeugen unterschiedlich viel klimaschädliches Kohlendioxid. So produziert der aktuelle deutsche Energiemix aus Kohle, Erdöl, Atom, Wind und Sonne insgesamt knapp 600 Gramm CO2 pro Kilowattstunde. Vergleichbar werden diese Energieformen, wenn wir deren Werte einzeln entschlüsseln. In eine solche Berechnung gehen sämtliche CO2-Emissionen ein, vom Bau des jeweiligen Kraftwerks über die Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung nach der Stilllegung. Demnach erzeugt Atomkraft 50 bis 100 Gramm CO2 pro Kilowattstunde. Niedriger liegen Wind- und Wasserkraft sowie Biogaskraft mit zehn bis 30 Gramm. Braunkohle besetzt dagegen mit etwa 1200 Gramm CO2 pro Kilowattstunde den letzten Rang.

Mit Atomkraft produzierte Energie erzeugt also eine vergleichsweise geringe Menge Treibhausgase. Machen mehr Atomkraftwerke das Land also klimafreundlicher?

Hierzu verglichen wir in 30 Ländern die Entwicklung der Energiepolitik von 1997 bis 2005. Ergebnis: Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Anteil an Kernkraft und dem CO2-Ausstoß. Länder mit einem hohen Atomanteil von 70 bis 80 Prozent - etwa Frankreich und Litauen - produzieren nur 100-150 Gramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde.
Dies ist aber kein Automatismus. Denn gleichzeitig können Schweden und die Schweiz mit noch geringeren CO2-Werten punkten und setzen dazu verglichen mit Frankreich nur die Hälfte bzw. ein Drittel der Atomenergie ein. Die Schweiz reduzierte im Untersuchungszeitraum ihren Atomanteil sogar um weitere zehn Prozent, bei gleichbleibend niedrigem CO2-Wert. Deutschland konnte dagegen durch den Ausbau von Windkraft seine Emissionen pro Kilowattstunde deutlich vermindern, auch ohne den Atomstromanteil von 30 Prozent auszubauen.

Für die Nutzung der Kernkraft benötigt man Uran, das praktisch komplett außerhalb Europas gewonnen wird. Einerseits werden dort Umweltstandards teils drastisch unterlaufen - radioaktive Strahlung wird frei. Zusätzlich entsteht beim Uranabbau weiteres CO2, das im Nutzerland selbst nicht in die Bilanz eingeht. Unsere Berechnungen ergeben, dass für jede in Europa erzeugte Atom-Kilowattstunde zuvor 25 Gramm CO2 im Ausland emittiert werden. Weil uranfördernde Länder wie zum Beispiel Niger oder Kasachstan keine bindenden Ziele zur Reduktion von Emissionen haben, kann dies Industriestaaten dazu verführen, ihre Emissionen dorthin auszulagern.
Atomkraft ist demnach zwar klimaschonend. Es gibt aber ausreichend Alternativen, die bei noch besserer Klimaleistung sicherer sind, ohne dass sich zusätzlich Fragen zur radioaktiven Endlagerung oder zur Produktion von atomwaffenfähigem Material stellen.

www.abendblatt.de


30.10.2007, Welt online
Ehemaliges Finanzamt Schlump wird Haus der Wissenschaft

Vier Institute ziehen unter ein historisches Dach

Sparzwänge waren 2002 der Anlass für das Konzept, vier wissenschaftliche Institute unter einem Dach zusammenzufassen und dadurch Personal und Räume zu reduzieren. Inzwischen hat sich die Haushaltslage entspannt, die Verbindung aber kam trotzdem zustande. Heute findet die offizielle Eröffnung der Räume mit Bürgermeister Ole von Beust statt: Die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH), das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH), das Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ) und das Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF) bitten zum Tag der offenen Tür in ihre neuen Räume am Schlump 83.

Das gründerzeitliche Gebäude mit dem Eckturm wurde 1904 bis 1905 vom Hamburger Baudirektor Carl Johann Christian Zimmermann errichtet und zuletzt als Finanzamt genutzt. Das Haus mit gut 1200 Quadratmeter Nutzfläche wurde für insgesamt 1,15 Millionen Euro restauriert.

Die Nachbarschaft unter einem Dach wird in Zukunft nicht nur räumliche und personelle Spareffekte ergeben, sondern auch die Zusammenarbeit fördern. "Darüber hinaus wird die gemeinsame Adresse der Institute eine engere Verzahnung mit der Universität ermöglichen", sagte Wissenschaftsstaatsrat Roland Salchow. Eine thematische Vermischung ist aber nach Aussage der vier Institutsleiter nicht geplant.

Das 1966 als erste Einrichtung dieser Art in Deutschland eröffnete IGdJ erforscht mit einem Etat von rund 400 000 Euro pro Jahr und drei Planstellen die Geschichte der Juden in Deutschland weit über die Zeit des Nationalsozialismus hinaus - mit besonderer Betonung der Hansestadt. Hier reicht die jüdische Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurück, sagte die Direktorin Professor Stefanie Schüler-Springorum. Die FZH erforscht mit sieben wissenschaftlichen Planstellen und einem Etat von 1,1 Millionen Euro das 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt Hamburg und Norddeutschland. Das Institut wurde 1960 als Forschungsstelle für die Geschichte des Nationalsozialismus in Hamburg gegründet und 1997 umbenannt. Seit 2000 ist es eine Einrichtung der Universität, berichtete der Direktor Professor Axel Schildt.

Die FSH gibt es seit 1971. Sie befasst sich mit der Erforschung von Konfliktursachen und erarbeitet Strategien zu deren gewaltfreier Bearbeitung. Dabei dokumentiere die Forschungsarbeit auch den Spannungsbogen zwischen den Auffassungen der Friedensforscher und Sicherheitspolitiker, sagte Professor Michael Brzoska. Der Etat beträgt 1,25 Millionen Euro.

Jüngste Einrichtung im wissenschaftlichen Quartett ist seit 2006 das ZNF, das unter Leitung des Kernphysikers Professor Martin B. Kalinowski Aspekte der Friedensforschung mit den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Medizin verknüpft. Zu den aktuellen Forschungsvorhaben zählt ein Projekt zur Rüstungskontrolle: So wird bei der Produktion von kernwaffenfähigem Plutonium das radioaktive Edelgasisotop Krypton-85 freigesetzt. Jetzt geht es um die Entwicklung von Messgeräten, die das Krypton-85 feststellen können. Ein Projekt, das auch auf die Kenntnisse der Meteorologen setzt, die den Physikern die Verbreitungswege des Isotops in der Luft und damit die mögliche Quelle aufzeigen. Weitere Projekte befassen sich darüber hinaus mit chemischen und biologischen Waffen.

zum Artikel www.welt.de


Pressedienst der Universität Hamburg
Pressemitteilung zum Carl Friedrich von Weizsäcker-Forum

zur Pressemitteilung (pdf)


FONAS Newsletter Juli 2007, Ausgabe 8, Jahrgang 8
In Hamburg wächst etwas: Das Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF) an der Universität Hamburg

zum Beitrag im FONAS-Newsletter (pdf)


www.net-tribune.de, 11.04.2007
50 Jahre Göttinger Erklärung

Berlin - Mit einem weltweit Aufsehen erregenden Appell wandten sich vor 50 Jahren führende deutsche Atomforscher wie die Nobelpreisträger Otto Hahn und Werner Heisenberg gegen eine atomare Bewaffnung Deutschlands. In der am 12. April 1957 veröffentlichten "Göttinger Erklärung" der 18 Wissenschaftler heißt es, die Pläne einer atomaren Bewaffnung der Bundeswehr erfüllten sie "mit tiefer Sorge". Die Forscher, zu denen auch Carl Friedrich von Weizsäcker und Max Born zählten, sprachen sich aber für eine friedliche Nutzung der Atomenergie aus.
Die Wissenschaftler beschrieben in ihrer Erklärung vor allem die verheerende Zerstörungskraft von Atomwaffen. "Heute kann eine taktische Atombombe eine kleinere Stadt zerstören, eine Wasserstoffbombe aber einen Landstrich von der Größe des Ruhrgebiets zeitweilig unbewohnbar machen", erklärten die Forscher. Durch die Verbreitung der Radioaktivität könnte man mit Wasserstoffbomben die deutsche Bevölkerung "wahrscheinlich ausrotten." In der damaligen Diskussion war besonders der Hinweis auf die Kraft von "taktischen Atomwaffen" entscheidend, da der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) diese zuvor verharmlosend als "Weiterentwicklung der Artillerie" bezeichnet hatte.
Die Forscher begründeten ihren Appell mit der "Verantwortung für die möglichen Folgen" ihrer Tätigkeit. "Deshalb können wir nicht zu allen politischen Fragen schweigen", betonten die Atomforscher. Für ein "kleines Land wie die Bundesrepublik" war es nach ihrer Einschätzung am besten, "wenn es ausdrücklich und freiwillig auf den Besitz von Atomwaffen jeder Art verzichtet." Sie lehnten deshalb in ihrer Erklärung ausdrücklich ihre Beteiligung "an der Herstellung, der Erprobung oder dem Einsatz von Atomwaffen" ab.
Der Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Eberhard Umbach, bezeichnet die Erklärung heute als Beispiel dafür, "wie Wissenschaftler politische und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen." Erst physikalische Erkenntnisse hätten Atomwaffen überhaupt erst möglich gemacht. Daraus folge für Physiker eine "moralische Verpflichtung, alles dafür zu tun, dass solche Waffen nicht zum Einsatz kommen", erklärt Umbach.
Die "Göttinger Erklärung" erreichte allerdings nach Ansicht des Direktors des Carl-Friedrich von Weizsäcker-Zentrums, Martin Kalinowski, seine Ziele "nicht vollständig". Durch US-Atomwaffen auf deutschem Boden gebe es noch immer eine "nukleare Teilhabe" Deutschlands, sagt der Physiker.

www.net-tribune.de


Hamburger Abendblatt, 29.06.2006
Prof. Kalinowski und die heimlichen Quellen

In wenigen Tagen wird ein international einzigartiges Forschungszentrum an der Uni Hamburg feierlich eröffnet - das Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF). Heute hält Professor Martin B. Kalinowski, Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Professor und Vorsitzender des ZNF-Direktoriums, im Hörsaal AP (Angewandte Physik, Jungiusstr. 11) um 17.15 Uhr seine Antrittsvorlesung. Das Thema lautet: "Aufspüren von heimlichen Quellen atmosphärischer Radioaktivität".
Der Physiker, der Mitglied der Kernwaffenteststoppkommission der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) ist, hat sich seit seiner Diplomarbeit mit Nachweistechniken für Radioaktivität beschäftigt. Die Liste seiner Veröffentlichungen ist lang. Mehrfach hat Kalinowski in den USA gearbeitet, so als Assistenzprofessor für Technology and International Security an der University of Illinois.
Mit dem ZNF, das vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik und von fünf Fakultäten der Universität Hamburg getragen wird, hat die naturwissenschaftliche Friedensforschung erstmalig eine feste institutionelle Verankerung an einer Hochschule.
Das gelang, da die im Oktober 2000 vom Bund gegründete Deutsche Stiftung Friedensforschung 1,25 Millionen Euro zur Verfügung stellte. Mit diesem Geld wird in den nächsten fünf Jahren die Arbeit des Kernphysikers Kalinowski finanziert. Im Mittelpunkt seiner Forschung wird die Frage stehen, wie nukleare und biologische Waffen effektiv kontrolliert werden können.

ang
www.abendblatt.de

Am 1. März dieses Jahres hat das Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF) seine Arbeit aufgenommen. Die offizielle Eröffnung des Zentrums mit einem Festakt und einem wissenschaftlichen Kolloquium wird begangen werden

am Freitag, dem 7. Juli 2006, von 14.00 bis 18.15 Uhr im Hauptgebäude der Universität Hamburg, Agathe-Lasch-Hörsaal (Hörsaal B), Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg.

Voraussetzung für die Einrichtung des Zentrums war die Einrichtung einer von der Deutschen Stiftung Friedensforschung geförderten Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftungsprofessur für Naturwissenschaft und Friedensforschung. Hiermit erhält die naturwissenschaftliche Friedensforschung erstmalig eine feste Verankerung an einer deutschen Hochschule. Das Zentrum wird von fünf Fakultäten der Universität (Geistes- und Kulturwissenschaften, Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften, Medizin, Rechtswissenschaft, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) sowie dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg getragen. Die anfänglichen Arbeitsschwerpunkte umfassen die Kontrolle von nuklearen und biologischen Waffen.
Der Namensgeber des Zentrums Carl Friedrich von Weizsäcker hat während seiner Tätigkeit in Hamburg wesentliche Impulse für die deutsche Friedensforschung gegeben.
Journalistinnen und Journalisten sind herzlich eingeladen zu der Eröffnungsfeier, für die prominente Sprecher gewonnen werden konnten, darunter Staatsminister a. D. Prof. Egon Bahr, Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, ein Sohn des Namensgebers des ZNF, und Prof. Wolfgang Panofsky (Stanford, USA). Prof. Panofsky erhält am 6. Juli die Ehrensenatorenwürde der Universität Hamburg.
Auf Rückfrage sind Gespräche mit den Festrednern im Vorfeld der Veranstaltung möglich von 13.15 bis 13.45 Uhr im Büro des Präsidenten, Hauptgebäude der Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1.

www.idw-online.de


You See (Hamburger Universitätszeitung), 4/06
Ein Liter Luft

zum Beitrag (pdf)


Hamburger Abendblatt, 02.03.2006
Uni-Professur für Friedensforschung

Die naturwissenschaftliche Friedensforschung hat "erstmalig eine feste institutionelle Verankerung an einer deutschen Hochschule", so Prof. Volker Rittberger, Vorsitzender "Deutsche Stiftung Friedensforschung" (Osnabrück). Die im Oktober 2000 durch den Bund gegründete Stiftung wird mit 1,25 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren die Arbeit des Kernphysikers Prof. Martin B. Kalinowski finanzieren. Der Forscher übernahm gestern die Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Stiftungsprofessur an der Uni Hamburg.
Diese Stiftungsprofessur bildet den Kern des Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Zentrums für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF), in das auch das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Uni Hamburg (IFSH) eingebunden ist. Angestrebt wird ein inter- und multidisziplinär ausgerichteter Forschungsverbund. Ziel soll sein, die Wechselwirkung von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, Konflikten und internationaler Sicherheit zu erforschen. Das Zentrum, das auch international einzigartig ist, wird am 7. Juli 2006 feierlich eröffnet werden.

ang
www.abendblatt.de


Bild Hamburg, 02.03.2006
1,25 Mio. Euro für Friedens-Forschung

Rotherbaum - Mit 1,25 Millionen Euro finanziert die "Deutsche Stiftung Friedensforschung" (DSF) über fünf Jahre eine Professur für naturwissenschaftliche Friedensforschung an der Uni Hamburg. Diese trat gestern der Kernphysiker Martin B. Kalinowski an.


Rheinische Post, 02.03.2006
Stiftungsprofessur für Friedensforschung und Naturwissenschaft

Hamburg (epd) Der Kernphysiker Martin Kalinowski tritt die Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Stiftungsprofessur für Naturwissenschaft und Friedensforschung an der Universität Hamburg an. Damit habe die naturwissenschaftliche Friedensforschung erstmals eine feste institutionelle Verankerung an einer deutschen Hochschule, teilte die Uni Hamburg mit. Die Professur wird über fünf Jahre von der Deutschen Stiftung Friedensforschung in Osnabrück mit 1,25 Millionen Euro unterstützt.


Juraforum.de, 01.03.2006
Stiftungsprofessor für Naturwissenschaft und Friedensforschung nimmt Arbeit auf

Zum 1. März 2006 hat der Kernphysiker Prof. Dr. Martin B. Kalinowski die Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftungsprofessur Naturwissenschaft und Friedensforschung an der Universität Hamburg angetreten.
Die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF) mit Sitz in Osnabrück unterstützt im Rahmen ihres Struktur- und Nachwuchsförderungsprogramms diese Stiftungsprofessur über einen Zeitraum von fünf Jahren mit einem Förderbetrag in Höhe von insgesamt 1,25 Millionen Euro. "Hierdurch erhält die naturwissenschaftliche Friedensforschung erstmalig eine feste institutionelle Verankerung an einer deutschen Hochschule", betont Prof. Volker Rittberger, der Vorsitzende der Stiftung. Mit der Stiftungsprofessur sollen wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse auf den Gebieten der Rüstungskontrolle, Abrüstung und Verifikation gewonnen werden, die nicht zuletzt durch die aktuellen politischen Debatten über die Verbreitungsrisiken von Massenvernichtungswaffen von erheblicher Bedeutung für die politische Praxis sein werden.
Die Stiftungsprofessur bildet den Kern des Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrums für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF), das die Universität Hamburg in fächerübergreifender Kooperation einrichtet, in die auch das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) eingebunden ist. Hierdurch entsteht ein inter- und multidisziplinär ausgerichteter Forschungsverbund, der auch international einzigartig ist. Es werden neue Möglichkeiten eröffnet, die Wechselwirkung von Naturwissenschaften, Konflikten und internationaler Sicherheit vor dem Hintergrund der Leitbilder Frieden und Nachhaltigkeit zu erforschen und in die Ausbildung von ChemikerInnen, GeowissenschaftlerInnen, InformatikerInnen, MedizinerInnen oder PhysikerInnen zu integrieren. Das Zentrum wird am 7. Juli 2006 in Hamburg feierlich eröffnet.
Dr. Kalinowski wechselte nach Stationen bei der Interdisziplinären Arbeitsgruppe für Naturwissenschaft, Technik und Sicherheit (IANUS) an der TU Darmstadt, wo er über Tritiumkontrolle promovierte, und bei der Organisation für den Kernwaffenteststoppvertrag (CTBT) in Wien im Frühjahr 2005 als Assistant Professor for Technology and International Security an die University of Illinois, Urbana-Champaign. Im Herbst letzten Jahres nahm er den Ruf an die Universität Hamburg an. Prof. Hartwig Spitzer von der Universität Hamburg, der die Berufungskommission leitete, zeigt sich mit der Besetzung der Professur hoch zufrieden: "Mit Dr. Kalinowski hat das Zentrum einen exzellenten, international erfahrenen Wissenschaftler gewinnen können." Die Deutsche Stiftung Friedensforschung wurde im Oktober 2000 durch den Bund gegründet. Als Einrichtung der Forschungsförderung unterstützt sie wissenschaftliche Projekte im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung. Die Stiftung fördert ferner Vorhaben zur Struktur- und Nachwuchsförderung, darunter Masterstudiengänge an den Universitäten Hamburg, Marburg und Tübingen sowie an der FernUniversität Hagen und die Carl-Friedrich von Weizsäcker-Stiftungsprofessur Naturwissenschaft und Friedensforschung an der Universität Hamburg.
Deutsche Stiftung Friedensforschung
Am Ledenhof 3-5
49074 Osnabrück
Tel.: (0541) 600 3542
Fax: (0541) 600 79039
www.bundesstiftung-friedensforschung.de

Rechtsanwalt Martin Rudolph
Brestenbergstraße 14
79211 Denzlingen Alt.


SZ Landkreisausgaben, 01.03.2006
Physiker wird Professor der Weizsäcker-Stiftung

Hamburg/Söcking - Der Kernphysiker Martin Kalinowski tritt am heutigen Mittwoch die Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Stiftungsprofessur für Naturwissenschaft und Friedensforschung an der Universität Hamburg an. Damit habe die naturwissenschaftliche Friedensforschung erstmals eine feste institutionelle Verankerung an einer deutschen Hochschule, teilte die Uni gestern mit. ... Sie bildet den Kern des Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Zentrums für Naturwissenschaft und Friedensforschung, das im Juli eröffnet werden soll.

Die Entscheidung über die Besetzung der Stiftungsprofessur der DSF ist gefallen

Der Kernphysiker Dr. Martin B. Kalinowski hat den Ruf der Universität Hamburg auf die neu eingerichtete Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftungsprofessur "Naturwissenschaft und Friedensforschung" angenommen. Die Fördermittel für die Stiftungsprofessur waren von der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) an die Universität Hamburg vergeben worden. Die Initiativförderung erstreckt sich über einen Zeitraum von fünf Jahren und umfasst ein Gesamtvolumen von 1,25 Mio. Euro.
Die Stiftungsprofessur wird den Kern des Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrums für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF) bilden. Das Zentrum wird in Kooperation vom Universitätspräsidium, von den beteiligten Fakultäten und vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik Hamburg (IFSH) eingerichtet und getragen. Zentrale Aufgabe des Zentrums wird es sein, naturwissenschaftliche Expertise zu den Themenfeldern Rüstungsdynamik, Rüstungskontrolle und Konflikttransformation weiter zu entwickeln und für Anwendungen bereit zu stellen. Durch die Zentrumsgründung sollen die strukturellen Voraussetzungen für die Integration der Friedensforschung und -lehre in die Arbeit de naturwissenschaftlichen Fächer der Universität geschaffen werden.
Dr. Kalinowski hat während seiner 10-jährigen Mitarbeit in der Interdiszipliären Arbeitsgruppe für Naturwissenschaft, Technik und Sicherheit (IANUS) am Institut für Kernphysik der Technischen Universität Darmstadt über Fragen der Tritiumkontrolle promoviert. Seit 1998 arbeitet er bei der Organisation für den Kernwaffenteststoppvertrag (CTBT) in Wien. Im Frühjahr 2005 ging Dr. Kalinowski für fünf Monate als Assistant Professor for Technology and International Security an die University of Illinois at Urbana-Champaign. Dr. Kalinowski wird die Professur zum 1. März 2006 antreten.
Die feierliche Eröffnung des ZNF wird am 7. Juli 2006 in Hamburg stattfinden. Für weitere Inforamtionen siehe www.uni-hamburg.de/znf

Stiftungsprofessor für Naturwissenschaft und Friedensforschung nimmt Arbeit auf

Zum 1. März 2006 hat der Kernphysiker Prof. Dr. Martin B. Kalinowski die Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftungsprofessur Naturwissenschaft und Friedensforschung an der Universität Hamburg angetreten. Die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF) mit Sitz in Osnabrück unterstützt im Rahmen ihres Struktur- und Nachwuchsförderungsprogramms diese Stiftungsprofessur über einen Zeitraum von fünf Jahren mit einem Förderbetrag in Höhe von insgesamt 1,25 Millionen Euro. "Hierdurch erhält die naturwissenschaftliche Friedensforschung erstmalig eine feste institutionelle Verankerung an einer deutschen Hochschule", betont Prof. Volker Rittberger, der Vorsitzende der Stiftung. Mit der Stiftungsprofessur sollen wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse auf den Gebieten der Rüstungskontrolle, Abrüstung und Verifikation gewonnen werden, die nicht zuletzt durch die aktuellen politischen Debatten über die Verbreitungsrisiken von Massenvernichtungswaffen von erheblicher Bedeutung für die politische Praxis sein werden.
Die Stiftungsprofessur bildet den Kern des Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrums für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF), das die Universität Hamburg in fächerübergreifender Kooperation einrichtet, in die auch das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) eingebunden ist. Hierdurch entsteht ein inter- und multidisziplinär ausgerichteter Forschungsverbund, der auch international einzigartig ist. Es werden neue Möglichkeiten eröffnet, die Wechselwirkung von Naturwissenschaften, Konflikten und internationaler Sicherheit vor dem Hintergrund der Leitbilder Frieden und Nachhaltigkeit zu erforschen und in die Ausbildung von ChemikerInnen, GeowissenschaftlerInnen, InformatikerInnen, MedizinerInnen oder PhysikerInnen zu integrieren. Das Zentrum wird am 7. Juli 2006 in Hamburg feierlich eröffnet.
Dr. Kalinowski wechselte nach Stationen bei der Interdisziplinären Arbeitsgruppe für Naturwissenschaft, Technik und Sicherheit (IANUS) an der TU Darmstadt, wo er über Tritiumkontrolle promovierte, und bei der Organisation für den Kernwaffenteststoppvertrag (CTBT) in Wien im Frühjahr 2005 als Assistant Professor for Technology and International Security an die University of Illinois, Urbana-Champaign. Im Herbst letzten Jahres nahm er den Ruf an die Universität Hamburg an. Prof. Hartwig Spitzer von der Universität Hamburg, der die Berufungskommission leitete, zeigt sich mit der Besetzung der Professur hoch zufrieden: "Mit Dr. Kalinowski hat das Zentrum einen exzellenten, international erfahrenen Wissenschaftler gewinnen können."
Die Deutsche Stiftung Friedensforschung wurde im Oktober 2000 durch den Bund gegründet. Als Einrichtung der Forschungsförderung unterstützt sie wissenschaftliche Projekte im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung. Die Stiftung fördert ferner Vorhaben zur Struktur- und Nachwuchsförderung, darunter Masterstudiengänge an den Universitäten Hamburg, Marburg und Tübingen sowie an der FernUniversität Hagen und die Carl-Friedrich von Weizsäcker-Stiftungsprofessur Naturwissenschaft und Friedensforschung an der Universität Hamburg.


Hamburger Abendblatt, 20.04.2005
Friedensforschung im Namen Weizsäckers

An der Hamburger Universität entsteht ein Zentrum für Naturwissenschaften und Friedensforschung (ZNF). Im Mittelpunkt steht die Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Stiftungsprofessur, die im Sommer besetzt wird. Die Professur soll naturwissenschaftliche und technologische Expertisen liefern, etwa zu Rüstungsdynamik, Massenvernichtungswaffen und Fragen der Nachhaltigkeit, des sozialen und umweltverträglichen Wirtschaftens. Auch die Beratung von Politik und Medien spielt eine Rolle. Dazu ist nach Darstellung der Uni Grundlagenforschung sowie praxisorientierte Ausrichtung in den Natur- und Sozialwissenschaften notwendig. Der neue Lehrstuhl wird fünf Jahre von der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) gefördert; danach hat sich die Universität verpflichtet, die Professur zu finanzieren.
"In Hamburg gibt es einen Kern naturwissenschaftlicher Friedensforschung", sagt Prof. Dr. Hartwig Spitzer, Teilchenphysiker am Institut für Experimentalphysik. In dem entstehenden interdisziplinären Zentrum kooperiert eine Vielzahl von Instituten und Arbeitsgruppen, darunter das Hamburger Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH), die Arbeitsgruppe von Informatikern, Physikern und Mathematikern für Naturwissenschaften und internationale Sicherheit (CENSIS) und die Forschungsstelle für biologische Waffen und Rüstungskontrolle. Auch die Fachbereiche Geowissenschaften, Medizin, Rechts- und Sozialwissenschaften und Biologie beteiligen sich. "Nirgendwo sonst sind Mediziner an einem Zentrum für Friedensforschung beteiligt", betont Spitzer. Mit Untersuchungen zu Kriegsfolgen leisteten sie einen wichtigen Beitrag. Auf dem Programm stehen auch neue Lehrangebote. Wichtiger Pfeiler des Zentrums ist das Friedensforschungsinstitut IFSH. Seit 1971 arbeiten dort Sozial- und Naturwissenschaftler, sie bieten inzwischen auch einen Master-Studiengang "Friedensforschung und Sicherheitspolitik" an.
Der Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker lehrte von 1957 bis 1969 in Hamburg Philosophie und gilt als einer der Wegbereiter der deutschen Friedensforschung.

hpns www.abendblatt.de


You See (Magazin der Universität Hamburg), April/04
Eine Frage des Weltfriedens

zum Beitrag (pdf).


You See (Magazin der Universität Hamburg), Februar/04
Frieden stiften

Langfassung eines Artikels in der Hamburg Universitätszeitung You See; 2/2004

Universität Hamburg erhält eine Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftungsprofessur 'Naturwissenschaft und Friedensforschung'

"Die Verwandlung der Gesellschaft durch Wissenschaft und Technik wird uns vor wachsende Probleme stellen. Es ist vielleicht klar, wogegen ich mich damit wende. Ich wende mich gegen eine falsche Art des Optimismus; gegen die Meinung, deshalb, weil wir so unzweifelhafte große Fortschritte machen, ... gingen wir ausgeglichenen glücklichen Zeiten entgegen." Diese Mahnung Carl Friedrich von Weizsäckers anlässlich einer Versammlung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft stammt aus dem Jahr 1968 und liest sich doch, als hätte er sie gestern gesagt. Seine Überzeugung, dass das wissenschaftliche Zusammendenken von Gesellschaft, Natur und Technik letzten Endes eine Frage des Weltfriedens ist, nimmt nun konkrete Gestalt an: 34 Jahre nach dem Weggang von Weizsäckers erhält die Universität Hamburg eine Stiftungsprofessur mit seinem Namen, die dem Zusammenspiel von Naturwissenschaft und Friedensforschung gewidmet ist. Die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF) stellt fünf Jahre lang Fördermittel dafür bereit, die Universität Hamburg wird dann die Anschlussfinanzierung übernehmen.
Von Weizsäckers Haltung als Wissenschaftler wurde schon früh von der Einsicht in die politische Verantwortung der Forschenden geprägt: Während des zweiten Weltkrieges war er Professor für theoretische Physik (Berlin, Straßburg) und arbeitete an der deutschen Uranforschung und damit am Atomwaffenprogramm der Nationalsozialisten mit. In den Folgejahren am Göttinger Max-Planck-Institut trieb ihn vor allem die kritische Frage nach der Verantwortung der Wissenschaften im Atomzeitalter um. Dies mündete schließlich 1957, im Jahr seiner Berufung nach Hamburg, in der Unterzeichnung des so genannten Manifests der 'Göttinger 18'. Dieses Manifest sprach sich gegen eine deutsche Atombewaffnung aus, die Unterzeichner verweigerten jedwede Mitarbeit daran.
Seine Vorlesungen im voll besetzten Audimax (über Naturphilosophie, Ethik und Kosmologie) waren legendär. Gleichzeitig schuf er einen think tank für kritische Wissenschaft: die Studiengruppe der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler. So entstand eine große Kriegsfolgenstudie zur Verletzlichkeit der Strukturen moderner Industriegesellschaften und den Gefahren einer nuklearen Selbstvernichtung.
Sein Weggang 1969 nach Starnberg ans Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt bedeutete eine mehr als zehnjährige Unterbrechung des Dialogs von Naturwissenschaft und Friedensforschung in der Universität. Wissenschaftsfolgen blieben unter dem Diktum der 'Wertfreiheit' der Wissenschaften ausgeblendet. Erst auf dem Höhepunkt der Friedensbewegung in den 1980er Jahren schlossen sich NaturwissenschaftlerInnen zum interdisziplinären, gleichwohl informellen Center for Science and International Security - CENSIS zusammen. Insbesondere die Rüstungskontrolle und ihre Verifikation standen auf der Agenda. "Eine dauerhafte Verankerung und eine Einbeziehung weiterer Fachbereiche war wegen des Fehlens einer eigens gewidmeten Professur und zugehörigen universitären Strukturen nicht möglich", erläutert der Physiker Prof. Hartwig Spitzer, treibende Kraft bei der Gründung von CENSIS.
Ähnliche strukturelle Defizite zeigten sich auch an anderen deutschen Hochschulen. Hier griff die Deutsche Stiftung Friedensforschung ein mir ihrer Entscheidung, Fördermittel für eine Stiftungsprofessur auszuschreiben. Diese Chance wurde in der Universität Hamburg mit Begeisterung aufgenommen.
Nach der positiven Entscheidung des DSF-Stiftungsrats über die Hamburger Bewerbung werden jetzt die Weichen für eine fächerübergreifende Einbindung der Professur gestellt. Den 'Unterbau' der Professur wird ein Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung bilden, einem Verbund aus u.a. neun Fachbereichen und zwei Instituten mit etwa 20 WissenschaftlerInnen. Die Technologie- und Rüstungsdynamik, Ressourcenkonflikte und die Konfliktbewältigung in Nachkriegsgesellschaften werden zunächst als Themen in Forschung und Lehre im Vordergrund stehen. Koordiniert werden sollen die Arbeiten vom voraussichtlich 2005 zu berufenden Lehrstuhlinhaber. Die Messlatte für den Kandidaten bzw. die Kandidatin ist mit dem Namen der Professur hoch gelegt: Carl Friedrich von Weizsäcker war nicht nur ein brillianter Wissenschaftler und politischer Intellektueller - er war und ist ein Denker im allerbesten Sinn des Wortes.

Delia Schindler


Uni Hamburg, 18.03.2004
Presseerklärung Naturwissenschaft und Friedensforschung - Eine Carl Friedrich von Weizsäcker - Stiftungsprofessur für die Universität Hamburg

Die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF) hat der Universität Hamburg am 11. März Fördermittel in Höhe von 1,25 Mio. Euro zur Errichtung einer Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftungsprofessur 'Naturwissenschaft und Friedensforschung' bewilligt. Sie verfolgt damit das Ziel, an der Universität Hamburg beispielhaft die Möglichkeit zu schaffen, Friedensforschung in die Arbeit von naturwissenschaftlichen Fachbereichen zu integrieren.
In einer ersten Reaktion auf die Bewilligungsnachricht sagte Universitätspräsident Dr. Jürgen Lüthje:
"Ich freue mich, dass es gelungen ist, diese wichtige Professur nach Hamburg zu holen. Im Sinne Carl Friedrich von Weizsäckers wird es ihre Aufgabe sein, in der Friedensforschung einen Brückenschlag zwischen den Geistes- und Naturwissenschaften zu etablieren, der auch anderen Disziplinen als Vorbild dienen kann."
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) hatten Wissenschaftler aus zehn Fachbereichen und Instituten ein Konzept für eine entsprechende Stiftungsprofessur entwickelt und nach einem positiven Votum einer international besetzten Gutachterkommission den Zuschlag der DSF erhalten.
Die Stiftungsprofessur ist nach dem Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker benannt, der zwischen 1957 und 1969 an der Universität Hamburg Philosophie lehrte und als einer der bedeutenden Wegbereiter der deutschen Friedensforschung gilt.
Die Universität Hamburg sieht in der Einrichtung der Stiftungsprofessur eine große Chance, das Themenfeld Naturwissenschaft und Friedensforschung dauerhaft in Forschung und Lehre zu verankern und in Zusammenarbeit mit den im Hamburger Raum ansässigen Forschungseinrichtungen einen zukunftsträchtigen interdisziplinären Forschungs- und Ausbildungsschwerpunkt mit internationaler Ausstrahlungskraft zu entwickeln.
Zentrale Aufgabe der Stiftungsprofessur wird es sein, naturwissenschaftlich-technologische Expertise zu den Themenfeldern Rüstungsdynamiken, Massenvernichtungswaffen und Nachhaltigkeit bereit zu stellen. Die Bearbeitung dieser drängenden Gegenwarts- und Zukunftsprobleme erfordert zum einen langfristig angelegte Grundlagenforschung und zum anderen eine praxisorientierte Ausrichtung unter Einbeziehung natur- und sozialwissenschaftlicher Fachdisziplinen. Die Beratung von Politik und Medien wird somit zum Aufgabenspektrum der Stiftungsprofessur zählen.
Um diese anspruchsvollen Ziele zu erreichen, wird an der Universität Hamburg ein interdisziplinäres Zentrum entstehen, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Naturwissenschaften, der Medizin, den Sozial- und Geisteswissenschaften gemeinsam Forschungsprojekte durchführen, neue Lehrangebote konzipieren und Nachwuchswissenschaftler/innen ausbilden. Nach Auslaufen der fünfjährigen Förderung durch die DSF wird die Universität die Finanzierung der Professur übernehmen und damit den neuen Schwerpunkt auch längerfristig absichern.


You See (Magazin der Universität Hamburg), Februar/04
Vom Reden zum Tun

zum Beitrag (pdf).

 

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