Das ZNF knüpft eng an die Arbeit der in der Universität eingerichteten Arbeitsgruppe für Naturwissenschaft und internationale Sicherheit (CENSIS) an. Es stärkt die im Forschungsverbund Naturwissenschaft, Abrüstung und internationale Sicherheit (FONAS) bundesweit vernetzte naturwissenschaftliche Friedensforschung. Nicht zuletzt bildet es gemeinsam mit dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) ein Kompetenzzentrum, in dem eine kritische Masse von sich gegenseitig ergänzenden und befruchtenden Stärken zusammen kommt. Hamburg bietet mit der drittgrößten Universität Deutschlands, renommierten Forschungseinrichtungen und zahlreichen Kooperationsmöglichkeiten ein konstruktives Umfeld für das ZNF.
Die Carl Friedrich von Weizsäcker- Stiftungsprofessur für Naturwissenschaft und Friedensforschung bildet den Kern des Zentrums. Sie wird von der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) mit 1,25 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren gefördert. Das ZNF wird von allen sechs Fakultäten getragen, die die Universität Hamburg im Rahmen der Strukturreform im Jahre 2006 gebildet hat. Die Verwaltung ist vom Department Chemie übernommen worden, dem dafür an dieser Stelle besonderer Dank ausgesprochen werden soll. Dr. Jürgen Lüthje konnte kurz vor Ende seiner langjährigen Amtszeit als Präsident der Universität Hamburg an der feierlichen Eröffnungsveranstaltung am 7. Juli die noch junge Frucht präsentieren, an deren Reifungsprozess er verdienstvoll mitgearbeitet hat. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 10 Fachbereichen und dem IFSH hatten die inhaltliche und organisatorische Vorbereitung in mühsamer und langjähriger Arbeit geleistet. Im Hintergrund haben zudem viele Hände aus der Universitätsverwaltung die Einrichtung des Zentrums ermöglicht und unterstützt.
Am 1. März 2006 trat der Physiker Martin B. Kalinowski
die Stiftungsprofessur an. Er war zuvor Assistant Professor an der University of Illinois, hat bei der Organisation für den Teststoppvertrag CTBT in Wien gearbeitet und promovierte über internationale Tritiumkontrolle bei IANUS an der TU Darmstadt.