In Kernwaffen wird als spaltbares Material angereichertes Uran oder Plutonium verwendet. Für die Verifikation des Vertrages zur Nichtverbreitung von Kernwaffen soll über Messungen des radioaktiven Edelgasisotops Krypton-85 und Modellierungen von dessen Transport durch die Atmosphäre ein Instrumentarium zur Entdeckung heimlicher Plutoniumabtrennung entwickelt werden. Am Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung wird zum einen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Laserphysik der Krypton-85 Nachweis durch die Etablierung einer neuen atomspektroskopischen Messmethode verfeinert. Zum anderen wird in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Meteorologie und dem Meteorologischen Institut der Universität durch Modellierung der Ausbreitung von Krypton-85 in der Atmosphäre auf verschiedenen Skalen die Eingrenzbarkeit möglicher Quellregionen bei Messung von erhöhten Krypton-85-Konzentrationen untersucht.